Blankensee

Theodor Fontane widmet dem Örtchen Blankensee zwar ein ganzes Kapitel in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg", aber den See gleichen Namens erwähnt er darin nur am Rande. Dabei diente der Blanke See, heute Blankensee, vermutlich als Namensgeber für das Dorf und das Herrenhaus.

Der Blankensee ist Teil des Naturparks Nuthe-Nieplitz und liegt in unmittelbarer Nähe des NaturParkZentrum Glauer Tal. Er wird durch die Nieplitz durchflossen, die bei Frohnsdorf im Fläming entspringt und unter anderem durch Treuenbrietzen, Beelitz und Stangenhagen fließt. Die Nieplitz nimmt bei Stangenhagen das Pfefferfließ auf, verlässt den Blankensee an seiner Nordseite und verbindet ihn mit dem Grössinsee. Dabei kommt sie am Schloss Blankensee vorbei.

Der Blankensee hat eine Fläche von rund 280 Hektar. Seine Form ist fast dreieckig. An der längsten Seite ist er ungefähr 2,74 Kilometer lang und an der kürzesten 1,56 Kilometer. Er ist von viel Wald sowie einem breiten Schilfgürtel umgeben und steht unter Naturschutz. Bademöglichkeiten gibt es daher nicht und auch das Angeln ist verboten. Den Sonnenuntergang kann man am Blankensee trotzdem genießen. Am Ortsrand von Blankensee gibt es einen breiten Bohlensteg, der auch auf die Vogelwelt und Fische eine gute Sicht erlaubt.

Haubentaucher auf dem Blankensee

Haubentaucher auf dem Blankensee

Reinhard E. Fischer äußert in "Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin", dass der Blankensee im Teltow-Fläming bis ins 18. Jahrhundert hinein Großer Krossin genannt wurde. Im Historischen Ortslexikon für Brandenburg wird im Teil X, Jüterbog-Luckenwalde unter dem Eintrag Blankenfelde (Trebbin) um 1420 das Schloss mit dem Krossinsee und dem Kleinen Krossinsee erwähnt. Bei letzterem könnte es sich um den heutigen Grössinsee handeln. Mit einer Fläche von circa 94 Hektar ist dieser nämlich um einiges kleiner als der Blankensee.

In den Sagen "Die Glocken zu Blankensee" und Der Schatz in der Kapelle bei Blankensee ist von einem Berg am Kressin-See die Rede, auf dem eine Kapelle stand. Vermutlich handelt es sich hier um den Kapellenberg an einem Ausläufer der Glauer Berge. Zu Fontanes Zeiten stand hier noch eine Ruine und er schreibt dazu:

"Erst über ein breites Brachfeld hin und bald danach einen Waldweg hinauf, erreichten wir die Kuppe des unser nächstes Ziel bildenden Kapellenberges und betraten den alten Bau, der seinerzeit diesem Berge den Namen gegeben. Zwei Wände sind eingestürzt zwei stehen noch, so daß es auch für den Laien ein leichtes ist, sich alles wieder in Vollständigkeit vorzustellen. Es war eine gotische Kapelle, zehn Schritt im Quadrat, nach allen vier Seiten hin offen, genau nach Art jener Baldachine, denen man in alten Domen so oft über dem Altar begegnet."

Der Blankensee liegt südwestlich von Berlin, südöstlich von Potsdam und östlich von Beelitz. Der Bohlensteg ist am besten über die Landstraße L793 zu erreichen, an der sich ein großer Parkplatz befindet, von dem aus es nur wenige Minuten bis zum See sind. Einen weiteren Parkplatz gibt es im Dorf. Wer öffentliche Verkehrsmittel bevorzugt, fährt zum Beispiel von Berlin aus mit der Regional-Express-Linie RE3 bis Ludwigsfelde und nimmt von hier den Bus 751 bis Blankensee.

Lies hier weiter, wenn du mehr über das Dorf Blankensee erfahren möchtest.

Quellen:

* Wanderungen durch die Mark Brandenburg, 4. Teil Spreeland, Kapitel Blankensee, Theodor Fontane (Direktsuche bei Amazon*)
* Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Reinhard E. Fischer, be.bra wissenschaft verlag GmbH, Berlin-Brandenburg 2005 (Direktsuche bei Amazon*)
* Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil X, Jüterbog-Luckenwalde, Klaus Neitmann (Hrsg), Berliner Wissenschafts-Verlag, Potsdam 1990 (Direktsuche bei Amazon*)

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