Brandenburger Seen

Infolge der Eiszeit bildeten sich auf Brandenburger Gebiet zahlreiche Seen, Teiche und Fließgewässer. Mit rund 3.000 auf natürliche Weise entstanden Seen, circa 33.000 Kilometer Fließgewässern und zahlreichen künstlich angelegten Gewässern ist Brandenburg das gewässerreichste Bundesland Deutschlands. Manche Seen, wie der Große Stechlinsee und der Werbellinsee sind überregional bekannt.

Der größte natürliche Brandenburger See ist mit einer Fläche von 13,3 Quadratkilometern der Schwielochsee im Landkreis Dahme-Spree. Er wird durch die Spree gespeist und grenzt an den Spreewald. Weitere besonders große Seen sind der Schwielowsee nahe Potsdam und Werder an der Havel im Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Werbellinsee, der Parsteiner See sowie der Grimnitzsee im Barnim, der Unteruckersee bei Prenzlau in der Uckermark und der Scharmützelsee im Landkreis Oder-Spree nahe Fürstenwalde/Spree.

Der tiefste See ist der Große Stechlinsee im Landkreis Oberhavel bei Neuglobsow. Er ist 70 Meter tief und galt lange als der See mit der besten Wasserqualität in Brandenburg. Seit 2010 werden ein erhöhter Anteil an Phosphor und ein verminderter Sauerstoffgehalt im See beobachtet. Der Große Stechlin erfährt durch Theodor Fontane in den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" und im Roman "Der Stechlin" Würdigung.

Zusätzlich zu den natürlichen Gewässern entsteht im Süden Brandenburgs seit einigen Jahrzehnten die Lausitzer Seenlandschaft durch das Fluten von stillgelegten Braunkohletagebauen. Das ehrgeizige Ziel: Bis Ende der 2020er Jahre soll die größte, künstlich angelegte Wasserlandschaft in Europa entstehen. Viele Seen werden als Lausitzer Seenkette zukünftig durch Kanäle miteinander verbunden sein, auf denen der Schiffsverkehr möglich ist. Dazu werden der Senftenberger See, der Großräschener See und der Partwitzer See gehören. Noch in Flutung befinden sich derzeit unter anderem der Cottbuser Ostsee, der Altdöberner See und der Klinger See am Tagebau Jänschwalde.

In längst nicht allen Brandenburger und Berliner Gewässern kann gebadet werden. Viele stehen unter Naturschutz oder die Ufer sind stark bewachsen. Bei anderen spricht die Wasserqualität gegen das Baden. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) und das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) geben jährlich offizielle Badestellen bekannt. Für das Jahr 2022 wurden 254 Badestellen in Brandenburg und 39 in Berlin für den Badespaß freigegeben.

Wo das Baden in Brandenburg möglich ist, kann auf der Badestellen-Karte beziehungsweise in einer Liste recherchiert werden. Den gleichen Service bietet das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) mit einer Liste der Badestellen in Berlin beziehungsweise einer Suchmaske zu den Badegewässern.

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Das Script für die sortierbare Tabelle wurde von Jürgen Berkemeier entwickelt und steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0.

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