Quartier Schiffbauergasse

Das Quartier an der Schiffbauergasse gehört sicher zu den kulturell interessantesten Arealen der Stadt, auch wenn es die Lage an der vielbefahrenen Kreuzung Nuthe-Schnellstraße und Berliner Straße auf den ersten Blick kaum vermuten lässt.

Direkt am Tiefen See, den die Havel an dieser Stelle bildet, und fast gegenüber vom Park Babelsberg mit Blick auf den Flatowturm haben sich vielfältige kulturelle Einrichtungen angesiedelt. Markantestes Gebäude ist seit 2006 das Hans-Otto-Theater, das seinen Standort davor unter anderem in der Zimmerstraße und in der "Blechbüchse" am Alten Markt hatte.

Direkt neben dem Theater steht die ehemalige Zichorienmühle, die einige noch erhaltene Mühle in der Berliner Vorstadt. Bis 1813 wurde hier Muckefuck, ein Ersatz für Bohnenkaffee, aus der Wurzel der Zichorie (Wegwarte) hergestellt. Nach einem Umbau diente die Mühle ab 1860 bis 2000 als Wohngebäude. Die Zichorienmühle wurde im Jahr 2006 saniert und dient heute als Restaurant.

An der Schiffbauergasse war zur Zeit Friedrich Wilhelm III. eine Kaserne für sein Garde-Husaren-Regiment gebaut worden. Ab 1856 entstand daneben ein Gaswerk, das bis 1991 in Betrieb war.

Viele der historischen Gebäude stehen mittlerweile unter Denkmalschutz und werden vor allem für kulturelle Zwecke genutzt. In der von Karl Friedrich Schinkel erbauten und nach ihm benannten Schinkelhalle finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Die Reithalle A beherbergt das Kinder- und Jugendtheater des Hans Otto Theaters. In der Reithalle B ist heute die Probebühne des Theaters untergebracht.

In weiteren Reithallen präsentiert unter anderem das T-Werk Theater- und Musikaufführungen und im museum FLUXUS+ sind Werke zeitgenössischer Künstler wie Christo, Nam June Paik, Yoko Ono, Joseph Beuys und Mary Bauermeister gezeigt. Ein Ausstellungsschwerpunkt sind die Werke des Fluxuskünstlers Wolf Vostell.

Weitere Kultur- und Freizeiteinrichtungen an der Schiffbauergasse sind:

  • fabrik Potsdam, Internationales Zentrum für Tanz- und Bewegungskunst
  • Kulturzentrum Waschhaus mit Arena und Open-Air-Bühne
  • Theaterschiff, eine Theater- und Schiffskneipe
  • Restaurantschiff John Barnett
  • Restaurant Bootshaus an der Marina am Tiefen See

Zum Quartier an der Schiffbauergasse läuft man ungefähr 30 Minuten vom Hauptbahnhof. Der Weg führt zunächst über die Freundschaftsinsel. Nach dem Überqueren der Alten Fahrt geht es weiter am Adolf-Miethe-Ufer, durch die Burgstraße, die Heilig-Geist-Straße und die Türkstraße. Nach dem Überqueren der Nuthe-Schnellstraße an der Humbold-Brücke kann man das Gelände bereits sehen. Nur 12 Minuten braucht die Tram 93 in Richtung Glienicker Brücke, wenn man bis zur Schiffbauergasse, Ecke Berliner Straße fährt.

Am Ufer des Tiefen Sees befindet sich ein Anlegesteg des Potsdamer Wassertaxis, das im Linienverkehr dreizehn interessante Stationen in Potsdam bedient. Außerdem können Boote beim Bootsverleih Waterlounge-Potsdam oder Flöße und Hausflöße bei Huckleberrys Tour gemietet werden.





Bild Meine Buchtipps

Schaltfläche bücher.de
Schaltfläche Thalia
Symbol Buch

Schaltfläche Booking.com
Schaltfläche Verwöhnwochenende
Schaltfläche Check24
Schaltfläche Bahn